szmmctag

  • The winner is ..... Google!!

    "Google gehört zerschlagen!" war die Parole beim gestrigen Big Brother Award in Bielefeld.

    Neben Apple (für Mitarbeiterüberwachung),
    der Bundespolizei (für Ethnic Profiling),
    Deutsche Post Adress (Adressenverkauf)
    und aller 16 Landesminister (Versäumnis der Entwicklung einer personenunabhängigen Regelung im Rundfunkbeitragsstaatsvertrag)
    gewann Google den Preis in der Kategorie "Globales Datensammeln"

    Der Vorwurf der Jury:
    "Unter dem Deckmantel einer Suchmaschine und anderen Gratis-Diensten wie Maps, Docs und Youtube sammelt der Werbekonzern Google auf Schritt und Tritt Echtzeit-Daten über alles und jeden und kategorisiert Menschen für seinen Werbeprofit. Google missachtet europäisches Recht und nutzt seine marktbeherrschende Stellung, um die technokratische Ideologie eines allwissenden Supercomputers voranzutreiben, der besser weiß, was Menschen wollen als sie selbst."

    Die Vortragende berichteten, dass Google quasi alles sammele und auswerte; wann, wer nach welchen Krankheiten, welchen sexuellen Vorlieben, welchen Artikeln, welchen Produkten und so weiter gesucht hat. Wann, wer, welchen Browser, welches Betriebssystem nutzt, welches Video schaut, welches Spiel spielt und so weiter und so weiter. Google mache nicht einmal davor halt, private und geschäftliche Accounts zu trennen. Selbst wenn die Accounts auf den ersten Blick gar nicht ein und derselben Person zuzuordnen sind. Videos, die vom privaten Accounts hochgeladen wurden, findet Google auch unter dem geschäftlichen Account. Google mache uns immer transparenter und greife damit immer tiefer in unsere Privatsphären ein. Dass eine Person in der Regel sehr facettenreich ist und durchaus mehrere Identitäten hat, wird von Google ignoriert. Für Google hat jede Person nur genau eine Identität. Privatsphäre fehl am Platz!

    Daneben wurde berichtet, dass Mozilla von Google eine erhebliche Summe für den Browser Firefox erhalten hätte und dass nach einer großen Geldspende von Google an die Humboldt Universität Berlin kritische Forschung im Internetumfeld eingestellt wurden. Die Frage ob es sich hier um Zufall handelt, blieb offen.

    Google habe sich eine Monopolstellung erwirtschaftet, die in jedem Fall unter die Aufsicht einer Regulierungsbehörde gehöre. Besser sei es jedoch, Google zu zerschlagen, anzufangen Alternativen zu nutzen.

    Verglichen wurde das Szenario mit dem Märchen "Peter Schlehmils wundersame Geschichte" von Adalbert von Chamisso.
    In dem Märchen trifft Peter auf einen eigenartigen, grauen Herren, der ihm im Tausch gegen seinen Schatten (die Informationen, die Google von uns sammelt) einen nie versiegenden Sack voller Gold (die nie versiegenden Gratisdienste) anbietet.
    Peter hält seinen Schatten für nicht so wichtig und nimmt den Deal an. Schon bald erkennt er, dass sein Schatten doch wichtiger war, als gedacht. Sobald die Menschen das Fehlen seines Schatten bemerken, bekommen sie Angst, halten sich von ihm fern und verspotten ihn. Als er seinen Schatten zurück möchte, entpuppt sich der graue Herr zum Teufel und ändert mal eben die AGBs. Den Schatten gibt es nur im Tausch gegen die Seele zurück.

  • Fenchel mit Orange als Beilage

    Zutaten

    • 1 Fenchelknolle
    • 1-2 Apfelsinen (Saftorangen eignen sich gut)
    • Öl für die Pfanne
    • Zucker
    • 1/2 Zitrone oder 1-2 TL Essig (Himbeer-, Kirsch- oder Rotweinessig)
    • Salz
    • Pfeffer
    • Optional Chillie

    Zubereitung

    • Apfelsine und Zitrone auspressen bzw. den Essig zum Saft geben.
    • Fenchel klein schneiden, das Grün zur Seite legen
    • Öl in einer Pfanne erwärmen und den Fenchel andünsten
    • Zucker über den Fenchel streuen und ihn etwas karamelisieren
    • Mit dem Orangensaft-Säure-Gemisch ablöschen
    • Saft etwas einkochen, den Fenchel gar ziehen lassen
    • Mit Salz, Pfeffer und wer mag Chillie abschmecken

    Das Originalrezept hatte ich durch googlen gefunden: Küchenschlacht, ZDF, Sendung: 15. Mai 2012, Ulrich Perrey

  • Wie lange soll das noch so weiter gehen?

    Heute ist Equal Pay Day. Arbeitgeber mit Rückrat sollten ihren schlechter bezahlten Frauen heute einen Tag frei geben. Schön wäre es. Es finden heute vielerorts Demonstrationen statt, an denen sich möglichst viele beteiligen sollten. Der Equal Pay Day wird solange jedes Jahr stattfinden, bis das Durchschnittsgehalt von Männern und Frauen gleich ist.

    Ich persönlich nutze den Tag um mir einwenig die Last von der Seele zu schreiben und einmal zusammen zu fassen, was allein in den letzten Wochen des noch jungen Jahres 2013 alles passiert ist.

    Da fließen unsere Steuergelder nach Griechenland obwohl wir sie dringend für die freie Bildung sowie für die Alters- und Pflegeversorgung selbst benötigen könnten. Auch sind uns unsere Nachbarländer in der medizinischen Versorgung, Schwangerschafts- und Kinderbetreuung immer noch um einiges voraus.

    Die Rentenerhöhung ist ein Witz. Wieso bekommen die Rentner im Westen nur 0,25% und die im Osten 3,29%. Da vieles im Osten günstiger ist als im Westen, sind 1000 Euro Rente im Osten mehr wert als im Westen. Und 1000 Euro ist schon viel für eine Rentnerin. Das heisst, wenn sie im Westen wohnt und dort bleibt bekommt sie 1002,5 Euro. Siedelt sie nach Ostdeutschland um, bekommt sie 1032,9 Euro und eine günstigere Wohnung und günstigere Lebensunterhaltskosten oben drauf. Möchte unser Staat wirklich die Rentner alle nach Osten verlagern? Soll der Osten mit Rentnern besiedelt werden? Mecklenburg-Vorpommern, das Rentnerparadies mit Ostseeblick! Yeah!!

    Was im Fernsehen von seiner Rede auf dem FDP-Parteitag übertragen wurde, klang sehr faschistisch; die Rede ist von Philipp Rösler. Lese ich in der Presse nochmal in Ruhe nach, was er genau alles gesagt hat, sofern es die Presse veröffentlicht hat, dann stelle ich mal wieder fest , dass die FDP bzw. in diesem Fall Philipp Rösler eine weitaus sozialere Einstellung vertritt als so mancher Sozialdemokrat. Diesen Trent verfolge ich schon seit Jahren.

    Auch bei allen anderen Parteien beobachte ich immer mehr faschistische Ansätze. Kaum einer traut sich gegen die Parteilinie zu widersprechen.

    Selbst die Piraten machen mitlerweile den Eindruck, als seien auch sie nur ein Haufen machtgeiler, andere Menschen beherrschen wollender Personen.

    Demokratie, Meinungsfreiheit und soziale Grundgedanken gehen immer mehr verloren.

    Welches Vertrauen kann ich wirklich zu dem Direktkandidaten haben? Denn immerhin habe ich diesen ja nicht gewählt, weil er einer bestimmten Partei angehört, sondern weil ich ihn kenne und er auf mich den Eindruck machte, als würde er meine Interessen am besten vertreten und sich ggf. auch mal gegen die mehrheitliche Meinung der Partei auflehnen. Die Hoffnung auf die Direktkandidaten ist doch, dass sie nicht immer so abstimmen, wie es die Partei verlangt, sondern dass sie ihre eigene Meinung und Ansichten vertreten.

    Europa gewinnt immer mehr Einfluß. Immer wieder kommt Europa mit Ideen und Regelungen daher, die gegen unser moralisches Verständnis, unsere soziale Einstellung und / oder gar gegen unser Grundgesetz verstoßen. Ein Hoch! auf unsere Justizministerin, die sich hier schon diversen Kämpfen geliefert und sogar als Sicherheitsrisiko beschimpfen lassen hat, weil sie sich gegen Europa und für unsere Privatsphären eingesetzt hat.

    Überwachung, Voratsdatenspeicherung, Bestandsdatenauskunft - das ist als würde in jedem Schlafzimmer eine Webcam installiert und die aufgenommenen Daten gleich im Internet für die ganze Welt einsehbar veröffentlicht werden. Dieser Schwachfug kommt von der EU und wir zahlen sogar Strafe, weil wir uns weigern, das einzuführen.

    Immer wieder sickert aus der EU mehr Leistungsdruck, mehr Kapitalismus auf Kosten der Arbeitsplatzsicherung zu uns durch.

    England möchte aus der EU aussteigen - wäre das nicht auch für uns besser?

    Welchen Vorteil haben wir von der EU? Welche Sicherheiten gibt uns die EU? Sorgt die EU für unsere Arbeitsplätze oder ist sie dafür eher schädlich? Sorgt die EU für ein besseres Sozialsystem, für mehr Zoll- und Steuereinnahmen oder kostet sie uns nur? Sorgt die EU für Volks- und Kulturpflege oder geht auch das eher durch die EU verloren?

    Amerikanische Firmen wie Oracle und Microsoft haben in Deutschland große Vertriebsniederlassungen. Kaum eines ihrer Produkte wird in Deutschland hergestellt. Viele gute, deutsche Programmierer sind arbeitslos oder mussten sich anderweitig orientieren, weil Firmen wie Oracle und Microsoft lieber in Billiglohnländern und natürlich in Amerika selbst programmieren lassen. Warum lassen wir sowas zu?

    Sollte unsere Regierung nicht darüber nachdenken, dass Firmen mit weltweitem Vertrieb, die sich in Deutschland nieder lassen bzw. in Deutschland ihre Produkte vertreiben,  auch einen gewissen Anteil ihrer Produktherstellung nach Deutschland verlagern müssen?

    Zwei Ideen hätte ich dazu:
    Bei Microsoft zum Beispiel wäre meine Idee für jeden Betriebssystem-Vertriebler sollten mindestens auch ein Programmierer|in in Deutschland beschäftigt werden, der / die an der Programmierung des Betriebssystems Windows beteiligt werden. Bei Oracle pro zehn verkaufter Oracle-Datenbank-Lizenzen ein Programmierer|in, der / die von Deutschland aus, an dem Datenbanksystem mitentwickelt.

    Die Beispeiel aus dem Open Source zeigen uns, dass Programmierung in weltweiten Teams von zu Hause aus in der Softwareentwicklung sehr gut klapp.

    Sollte sich unsere Regierung nicht auch mal Gedanken darüber machen, wie das ist, mit Einfuhrzoll für Software, die nicht in Deutschland produziert wird?

    Und was ist mit englischen Büchern? Immer seltener wird Fachliteratur in deutsch verfasst oder übersetzt. Viele deutsche Autoren schreiben sogar ihre Bücher lieber in englisch als in deutsch. Der Grund ist einfach. Für ein englisches Fachbuch bekommt der Autor erheblich mehr Geld als für eine deutsches Buch. Der Markt für englische Bücher ist erheblich größer. Sollte nicht auch hier unsere Regierung endlich mal agieren? Zoll auf englische Bücher erheben? Verlage mehr zur Übersetzung auffordern?

    Amerikanische Firmen saugen uns immer mehr aus. Sie wollen nur unser Geld, wollen aber nicht für teure Arbeitsplätze bezahlen. Haben wir das nötig?

    Wer heute eine Firma gründet, dem wird geraten, die Firma so gut zum Laufen zu bringen, dass sie für soviel Geld wie möglich verkauft werden kann. Das ist hochgradig unsozial, denn hier hängen Arbeitsplätze dran.

    Für den Firmeninhaber ist es natürlich nett, viel Geld für seine Firma zu bekommen, aber für seine Mitarbeiter ist es häufig die Hölle. Solide deutsche Moral wäre, dass sich der Firmeninhaber um das Wohl seiner Mitarbeiter und deren Familien sorgt. Dass er die Firma nicht verkauft, sondern die Arbeitsplätze seiner Mitarbeiter sichert.

    Meine Firma wurde verkauft und ein Jahr später die Firma dann nochmal - nicht nur das Arbeitsklima leidet unter sowas. Fast alle meine Kollegen (inkl. mir) sind heute woanders beschäftigt und dabei waren wir ein verdammt gut eingespieltes Team, dass super zueinander passte.

    Zurück zur Politik - da gab es die Aufschrei-Debatte.
    Was hat sich geändert? Nichts. Immer mehr machen sich über diejenigen lustig, die sich für Frauenrechte einsetzen. Männliche Piraten brüsten sich damit, dass ihr aufgestellter Kader nur aus Männern besteht.

    Es wird abgewartet, bis sich die Frauen wieder beruhigt haben.

    Man gebe dem Volke Brot und Spiele und es ist ruhig.
    Das klappte schon bei Caesar - das hat prima während der Fußball-WM in Deutschland geklappt und ....

    es klappt noch immer!

    Durch die Streckung mit Wasser, den Verkauf von Separatorenfleisch, die schlechte Bezahlung der Bauern und ein paar anderer Faktoren ist es möglich, dass fast alle regelmäßig Fleisch bekommen ...
    Für Spiele sorgen das Internet und das Fernsehen. Deutschland hat erheblich mehr Fernsehsüchtige als Alkoholiker.

    Daneben wird der Leistungsdruck erhöht und zwar so hoch, dass keiner mehr Zeit hat, überhaupt einen Aufstand zu machen oder sich gar nur an einem Aufstand zu beteiligen. Kaum einer hat Zeit, zu einer Demo zu gehen, kaum einer hat Zeit überhaupt darüber nachzudenken, was da oben in der Politik alles abgeht ....

    70 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg - drei Generationen nach dem zweiten Weltkrieg - müssen wir uns ernsthaft
    Sorgen um unsere Demokratie und den Foederalismus machen.

    Wenige Firmen versuchen die Macht an sich zu reißen und alles zu kontrollieren. Es gibt nur eine handvoll Lebensmittelfirmen, es gibt so gut wie keine kleinen Lebensmittelhersteller mehr, es gibt kaum kleine Kolonialwarenläden (Tante-Emma-Laden), sondern nur noch Supermärkte, die aber auch nur zu zwei oder drei großen Ketten gehören. Die Bauern bekommen pro Tier nur ein Bruchteil von dem, was die Aufzucht sie kostet. Auf diese Weise werden demnächst alle Lebensmittel aus Osteuropa importiert werden und wir sind von Osteuropa abhängig.

    Es läuft soviel schief, dass es zum weinen ist.

    Immer mehr wird versucht zu zentralisieren. Immer weniger Föderalismus.

    Frauenquote ist unserer Regierung recht egal - ABER - Wulff wurde duch fieses Intrigenspiel vernichtet, damit ein Ossi seinen Platz einnehmen konnte. Dabei ist die Ossiquote mehr als erfüllt. Mehr als ein Viertel, fast ein Drittel der Bevölkerung wohnt in NRW. Ostdeutschland plus Berlin stellt nichtmal ein Fünftel der Bevölkerung. In unserer Bundesregierung sind aber erheblich mehr als ein fünftel der Poitiker aus dem Osten. Daneben ist Berlin verdammt weit weg von NRW und immer wieder wird versucht, auch noch die letzten Reste der Regierung aus Bonn abzuziehen.

    Es klappt doch eigentlich nicht nur nicht mit Europa - es klappt auch nicht mit der Bundesregierung.

    Haben uns Jugoslawien, Tschechoslowakei und die UDSSR nicht längst gezeigt, dass so eine Vielvölkergemeinschaft nicht lange hält? Schauen wir in die Geschichte, haben Vielvölkergemeinschaften selten lange friedlich gehalten. 70 Jahre ist schon verdammt lange. Und immer noch entsteht der Eindruck, die Bayern wollen eigentlich nicht dazugehören.

    Aber nicht nur die Bayern lassen sich ungern mit den Ostfriesen in einen Topf werfen, die Westfalen und Rheinländer möchten auch keine Bayern sein. Es sollte wieder erheblich mehr Entscheidungsgewalt auf die einzelnen Bundesländer und weniger auf den Bund verteilt werden. Föderalismus statt Zentralismus.

    Zu guter letzt noch eine paar Worte zur GEZ.

    Das Beispiel Domian und  Facebook zeigt, dass man Medien nicht allein nur in private Hände geben sollte. Facebook ist Hausherr von Facebook und darf natürlich löschen, was sie wollen. Selbes gilt für Google. Facebook und Google dürfen für das Propaganda machen und das Unterbinden, was für sie selbst von Vorteil ist. Facebook löscht Domian - Google versucht uns einzureden, dass das Leistungsschutzrecht schlecht für uns ist. Google wünscht keine erotischen Inhalte. Ebay hat sogar nach der Übernahme den erotischen Kleinanzeigenteil bei Kijiji entfernen lassen. Das dürfen diese Firmen, denn es sind private Firmen und keine öffentlich-rechtlichen Organisationen. Eine GEZ-basierte öffentlich-rechtliche Plattform à la G+, Facebook und / oder Twitter wäre wünschenswert.

    Die privaten Radio- und Fernsehsender wie RTL, SAT und so weiter sind privat und  haben keine Nachrichtenpflicht. Sie müssen ihre Nachrichten nicht im Internet bereit stellen. Die öffentlich-rechtlichen unterliegen der Nachrichtenpflicht und müssen Nachrichten mitlerweile nicht nur per Radio und Fernsehen sondern auch im Internet bereitsstellen. Die Privaten müssen auch nicht sicherstellen, dass sie überall erreichbar sind - die öffentlich-rechtlichen schon. Das es Medien gibt, die von der Gemeinschaft finanziert werden, ist gut. Ich zahl lieber GEZ und bekomme dafür neben Nachrichten auch noch manch interssante Radiosendung bzw. Fernsehsendung und auch mal einen Tatort - als dass ich nur privates Fernsehen mit ganz viel Werbung habe, wie in den USA. Vielleicht klappt es ja auch mit GEZ-finanzierten moderneren Plattformen.

    Die die jetzt über die GEZ Gebühren nölen, sind zum großen Teil die Sozialschmarozza, die sich vorher um die GEZ-Gebühren gedrückt haben.

  • Hunde verseuchen Lebensmittel und die Halter schauen zu

    Eines meiner Hobbies ist das Wandern. Da ich den Teutoburger Wald direkt vor der Haustür habe, bietet es sich an, häufig einen Spaziergang im Wald zu machen.

    Diesen Gedanken verfolgen im Stadtgebiet auch viele Hundehalter und so wimmelt es oben auf dem Berg im Wald von Hunden und ihren Herrchen.

    Angeleint ist hier kaum ein Hund und nicht jedes Herrchen hat seinen Hund unter Kontrolle. Es lässt sich durchaus häufiger beobachten, dass der Hund einem Kaninchen oder einer Maus hinterjagd und nicht wirklich auf das Pfeifen und rufen von Frauchen oder Herrchen hört. Meist braucht man gar nichts sagen, sondern sie nur etwas verständnislos anschauen und Frauchen bzw. Herrchen erklären peinlich berührt: "Eigentlich hört er immer!"
    Weisst man dann darauf hin, dass es wohl besser wäre, den Hund jetzt anzuleinen, damit sowas nicht wieder passiert, werden viele Hundehalter pampig und weisen nochmals darauf hin, dass ihr Hund ja eigentlich immer hört. Dass der Hund nicht immer hört, haben wir ja vorhin gesehen, aber Alzheimer scheint unter Hundehaltern eine sehr verbreitete Krankheit zu sein.

    Waldtiere machen ihr Geschäft da, wo es kein anderes Waldtier versehentlich mit der Nahrung aufnimmt. Hunde kacken überall hin, egal ob auf Früchte oder in Büsche, aufs Feld oder sonstige Anbauflächen. Sie achten nicht darauf, dass sie nicht auf Nahrungsmittel anderer Tiere und Menschen kacken. Hierfür der Mensch verantwortlich. Hundehalter sollten darauf achten, dass ihr Hund nicht auf irgendeine Form von Nahrungsmittel für Mensch oder Tier macht. Niemand möchte Spinat essen, auf den ein Hund gekackt hat. Und kein Wald bzw. Feldtier möchte sich von mit Hundekacke besudelten Früchten und anderen Pflanzen ernähren. Ganz davon abgesehen, dass im Hundekot enthaltene Parasiten und Bakterien die ganze Ernte verderben bzw. die Früchte und Pflanzen im Wald verderben und Mensch und Tier davon krank werden. Wald- und Feldtiere fressen nur, was sie in der freien Natur finden. Hunde fressen industriell hergestelltes Futter und so gelangen Parasiten und Bakterien in den Kot, die nicht im Kot von Wald- und Feldtieren vorkommen und gegen die einheimische Tiere nicht immun sind.

    Warum aber greift die Stadt da nicht durch? Vorallem in den Waldgebiet mitten in der Stadt?

    Warum werden Halter hier nicht zum Anleinen der Hunde angehalten, warum gibt es kein Bußgeld für das Nicht-Wegmachen des Kodes?

    Ich rief bei der Stadt an und erkundigte mich, denn hier im Waldgebiet mitten in der Stadt nimmt es überhand. Hier laufen hunderte von Haltern mit ihren nicht angeleinten und teilweise jagenden Tieren durch den Wald und der Kot klebt auf hunderten von Nahrungspflanzen für heimische Tiere.

    Ein sehr netter Herr nahm das Gespräch an. Er erzählte mir, dass das Prbblem nicht nur in dem Waldstück bei mir vor dem Haus sondern noch massiver im und um den Tierpark herum existiert. Hier laufen natürlich nochmal hundert mehr Hundehalter und es gibt noch mehr Futterlagerplätze, Heuhaufen und Felder auf denen Hunde ihr Geschäft verrichten können, wenn die Halter ihre Hunde nicht im Griff haben.

    Die Stadt ist jedoch hier machtlos. Denn im Wald gilt Landesrecht / Forstrecht nicht Stadtrecht. Dieses besagt, dass Hunde, solange sie den öffentlichen Weg nicht verlassen und auf ihre Halter hören, nicht angeleint werden brauchen.
    Jagt der Hund einer Maus oder einem Kaninchen oder ähnlichem hinterher, so gilt dieses als Wilderei und das ist natürlich strafbar, aber wie häufig werden Hunde hier auf frischer Tat ertappt? Meines Wissens darf der Förster bei einem wildernen Hund, den sein Halter nicht in den Griff bekommt, Gebrauch von seiner Waffen machen.

    Aber was ist mit dem Kot? Warum kann hier das Ordnungsamt nicht hin und wieder einen Spaziergang machen und von den Haltern ein Bußgeld verlangen? Bei sovielen Hunden, deren Halter Inflagrantie beim Nicht-Wegmachen pro Woche nachmittags erwischt werden könnten, würden sich die Stadtkassen schnell füllen.
    Leider ist auch hier die Stadt machtlos, da sie nicht zuständig ist.

    Es gilt hier also auf die Vernunft der Hundehalter zu hoffen.

    Hundekot gehört nicht in den Wald - Hundehalter müssen in den Griff bekommen, dass ihre Hunde nicht auf Nahrungsmittel für Menschen und andere Tiere ihr Geschäft verrichten.

  • Kinderbetreuung ist auch Arbeitgebersache

    Beschäftigte sind das wertvollste Gut eines jeden Unternehmens. Ohne Beschäftigte müssten die Firmeninhaber alles alleine machen. Unternehmen sind von ihren Beschäftigten abhängig.
    Zur Einschüchterung Beschäftigter verdrehen viele Chefs gerne die Tatsache und suggerieren den Beschäftigten, sie seien vom Unternehmen abhängig. Das ist ein Einkäufertrick, um die Kosten für die Beschäftigten klein zu halten.
    Tatsächlich ist es ein Geben und Nehmen - der Beschäftigter hilft dem Unternehmen mit seinem Können und das Unternehmen sichert dafür die Existenz des Beschäftigten.
    Unternehmen haben eine gewisse Verantwortung für ihre Beschäftigten.

    Beschäftigte sind nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Subunternehmer und Partner einschl. derer Mitarbeiter und weiterer Subunternehmer / Partner, die von nur einem Unternehmen abhängig sind. Alle Personen, die für ein Unternehmen tätig sind. Da zählt die Putzfrau und der selbständige Aussendienstler oder Trainer genauso zu, wie der Geschäftsführer.

    Viele größere Unternehmen betreiben bereits Werkskindergärten. Nicht nur deutschstämmige Firmen wie Daimler, BMW, Siemens sondern sogar amerikanischstämmige Firmen wie HP und Amazon. Es gibt jedoch Firmen mit mehr als tausend Mitarbeitern, die sich scheinbar wenig um die Kinderbetreuung ihrer Beschäftigten kümmern. Weder Microsoft noch Oracle und Ebay haben in ihren Profilen einen Hinweis auf die Unterstützung der Kinderbetreuung ihrer Beschäftigten.

    Mein soziales Verständnis ist, wenn ich als Unternehmer möchte, dass mir andere Menschen helfen, das Ziel meines Unternehmens zu erreichen, dann bin ich auch dafür verantwortlich, den mich Unterstützenden zu helfen, ihre Kinder während der Zeit, die sie mich unterstützen, betreuen zu lassen.

    Kinderbetreuung ist in meinen Augen nicht nur Staats- sondern und vorallem Arbeitgebersache.

    Hier ist meine Idee dazu:

    Jeder Arbeitgeber mit mehr als 10 Beschäftigten sollte in meinen Augen die Kinderbetreuung in Deutschland unterstützen - und sei es nur finanziell.
    Arbeitgeber mit mehr als 50 Beschäftigten an einem Standort bzw. im Umkreis von 50 km sollten einen Werkskindergarten / Kita unterhalten.
    Natürlich können sich hier mehrere Firmen zusammenschließen und gemeinsam eine große statt mehrerer kleinen Betreuungseinrichtungen unterhalten.

    Das würde die Steuerkasse einwenig entlasten. Die hier eingesparten Steuergelder könnten in Schulen gesteckt werden.

    Um zu verhindern, dass bei einem solchen Gesetz, Arbeitgeber nur noch Kinderlose beschäftigten, sollte so ein Gesetz einzig und allein von der Anzahl der Beschäftigten und nicht von der Anzahl derer noch nicht schulpflichtigen Kinder abhängig.

    Pro Mitarbeiter von nicht Kleinstfirmen ist ein Obelos soziale Abgabe zur Kinderbetreuung zu zahlen.

  • Why we can't learn from Holocaust

    The youngest people who can remember the Second World War are already around 100 years. The contemporary witnesses are almost died out. We are in third generation after the war. The fourth generation will be born in a few years.

    However, what did we learn? What is faded? Did we learn something at all? What did we learn from wars? Isn't all just always repeating? Aren't we running already into the next insurgence? Why can't we learn from history?

    Beyond anyone's memory we can find horrorful wars in history. I want to point out three of them ...

    There were the crusades between 1095 and 1291. By lots of horrible actions and tortures people were forced to Christianity. Who not wanted to convert to Christianity got horrible tortured to death.

    Crusades are long time ago. What did we learn? Did we change our behaviour after crusades? Are we thinking different today?

    Later on there was the thirty years' war in Europe (1618-1648). Swedens tortured Westphalian farmers by feeding them with liquid manure using a funnel. Thousands of famers and their families died. People swor that never ever should there be such a horror again. The German word "Schwedentrunk" (Swedish drunk) still reminds us to the atrocity.

    However, shouldn't we learn from thirty years' war? Are we thinking different today?

    When we look into World War II (1939-1945) then we have to figure out that all resolutions are faded. Again there were horrible artocities. Thinking about Holocaust.

    Heathens, Westphalians, Jews, ... which group will be next? Women? Afghani? Communist? Lateral thinkers? Linux users?

    What should we learn from Holocaust?

    How could it happen at all? What was the causation?

    When I was a school girl we had to read "The Wave" written by Morton Rhue. An American history teacher made an experiment with his class and showed that facism isn't far away - that facism is all around and in us.

    The book made me thinking. The book shaped who I am. It showed the danger to me. It helped me to understand how the Holocaust could happen. It also showed me how we should behave so that it won't happen again. How we should behave to break the horror loop.

    We should have learned that we won't follow a command without thinking. That we always first think about what we are doing. That we always bear the full blame for all what we are doing, what we are thinking and what we won't do. We should learn to take stock of all what we are doing. We should learn to go into ourselves to reflect if we really are able to bear the burden, to figure out if we will be in balance with our mind, if we can have a good mind by doing what we plan to do. Instead of blind following commands we should just do for what we really are willing to bear the burden.

    Additionally we should learn that we never should command other people. We should not pressure our will to others. We should accept other opinions. We should not denounce people having other opinions.

    But, what will we find today? When you watch Hollywood films you will find that still people try to command other people. Military people who command others without accepting "No!" or "Yes, but ...". Inferiors risk a penalty when they won't obey.

    Even in Germany we still have an insubordiantion law. It is a really soft law but anyway it still exist.

    Also in German crime mysteries I already saw that the boss reminded the commissar that she would be a government officer and that he would need to command his wish when she won't follow it otherwise.

    What? Where are we living? It's madatory to follow commands without thinking about it? Isn't that a backward step?

    Why will you always will find people who want to command other people? Why will you always will find people who want to pressure their will to others? Why do we only accept that what we are doing / thinking is right? Why do we have so much problems to accept and respect other opinions? Why will their always be people gready for power?

    The Linux disciples preach that Windows is ugly,
    the PostgreSQL diciples preach that MySQL isn't a real system,
    the non-smokers diciples denunciate smokers,
    the drivers diciples blame public transports and preach that people without driving license are lower valued people,
    the fanatics of those who quit with church or never got a baptism look down their noses at everybody who says a single positive word about the church,
    and so on, and so on, ...

    Every group of people will find member who are so fanatic that they lost objectivity. Members who are so fanatic that for them everybody with different opinion is an enemy - an enemy who needs to get destroyed. Fanatics who take the topic as religion. Interesting is that the refusal of the classical religions is the biggest religion here.

    There are a few free thinkers who are observing it. Again and again these free thinkers trying to remove the scales from peoples eyes.

    But the human fear to expel themself from the collective just because of having a different opinion is so big that most people just will follow the collective without thinking.

    We are Borg. You will be assimilated.

    Sad but true that isn't science fiction that is reality. Unfortunately most people didn't understood this hint from the Startrek series - just a few free thinkers got it.

    Additionally, again and again you will find gready for power people who want to command others instead of letting others just live their own life with own opinions.

    This behaviour patterns are education. Personally me doubt that our education will be able to change this patterns before the next disaster will beginn.

    Didn't the next disaster start already some time ago? What is really going on in Afghanistan? News already reported about tortures. Tortures just because a commander instructed it ....

    My friend Gwenn Dana helped me understanding why we can't learn from Holocaust.

    She made researches of some historical documents and figured out that you already will find educational advertising about these topic in Thomas gospel. Already 2000 years ago you can find free thinkers who understood that people need to learn a different way of thinking when you want to stop horrible tortures.

    By studying Maharishi Maresh Yogi theories Gwenn Dana found that he thought that the critical mass to break the system is reached when there is one percent of understanding people.

    It also was Gwenn Dana who showed me by taking historical examples what will happen when the system will break. She described it so nice within our dialogue that I just want to translate and quote her:

    <quote>
    Our country already has reached the state that we create laws where you can ask afterwards "Why didn't you anticipate it? Were you sympathic to the system?"

    They all fall into the trap of beeing unable to establish a collective. Napoleopn, Che Guevera, Stalin, all the rebellion leaders. At the end the first who succumbed were the bishops who wanted to opposite the Roman country but in same move they founded a new empire under a Papa called "church" in which you can get lost same way.
    <end of quote>

    Btw. Gwenn Dana and my personal discussion started because of her study about the thesis religion is an emotion.

  • Wieso wir nicht vom Holocaust lernen

    Die jüngsten Menschen, die den zweiten Weltkrieg bewusst miterlebt haben, sind heute fast 100 Jahre alt. Die Zeitzeugen sind damit so gut wie ausgestorben. Wir schreiben die dritte Generation nach dem zweiten Weltkrieg und es dauert nicht mehr lang, dann erblickt die vierte Generation das Licht der Welt.

    Doch was haben wir gelernt? Was ist verblasst? Haben wir überhaupt etwas gelernt? Was haben wir aus den Kriegen gelernt? Dreht sich nicht alles nur im Kreis? Bewegen wir uns nicht schon wieder auf einen Aufstand zu? Warum können wir aus den geschichtlichen Ereignissen nicht lernen?

    Seit Menschen Gedenken lassen sich in der Geschichte Kriege mit heftigen Gräueltaten finden. Drei dieser Kriege möchte ich hier in Erinnerung rufen.

    Da waren die Kreuzzüge, die zwischen 1095 und 1291 immer wieder wüteten. Hier wurde durch verschiedene, wirklich grausame Taten sowie Folterungen versucht, die Menschen zum christlichen Glauben zu bekehren. Wer sich nicht bekehren lassen wollte, wurde auf grausame Art zu Tode gefoltert.

    Die Kreuzzüge sind lange her. Was haben wir daraus gelernt? Hat sich unser Verhalten nach den Kreuzzügen geändert? Fand ein Umdenken statt?

    Dann war da der 30-jährige Krieg (1618-1648). Hier flößten die Schweden den westfälischen Bauern mit Trichtern Gülle ein. Tausende westfälischer Bauern und ihre Familien kamen dabei ums Leben. Nie wieder sollte es solche Gräueltaten geben. Das Wort "Schwedentrunk" geht auf diese Ereignisse zurück.

    Doch sollten wir aus dem 30-jährigen Krieg lernen? Fand ein Umdenken statt?

    Schauen wir uns den zweiten Weltkrieg an (1939-1945), so müssen wir feststellen, dass die Lehren aus den vergangenen Kriegen soweit verblasst sind, dass es erneut zu grausamen Taten und Folterungen kam. Das Stichwort hier ist Holocaust.

    Die Heiden, die Westfalen, die Juden, ... welche Gruppe trifft es als nächstes? die Frauen? die Afghanen? die Kommunisten? die Querdenker?

    Was sollten wir aus dem Holocaust lernen?

    Wie kam es überhaupt dazu?

    Wir nahmen in der Schule das Buch "Die Welle" von Morton Rhue (Übersetzung: Hans Georg Noack) durch. Ein amerikanisches Experiment mit einer Schulklasse, das aufzeigt, dass Fachismus in jedem von uns ist.

    Das Buch stimmt nachdenklich. Mich hat es geprägt. Mir hat es die Gefahr deutlich gemacht. Es hat mir geholfen, zu verstehen, wie es zum Holocaust kommen konnte und wie wir uns verhalten sollten, damit sich dieser Teil der Geschichte nicht immerwährend wiederholt.

    Ich kann nur hoffen, dass es auch heute noch im Schulunterricht durchgenommen wird.

    Die Lehre sollte sein, dass wir nicht blind jedem Befehl folgen, dass wir stets selbst über unser Handeln nachdenken. Nur wir selbst tragen die volle Verantwortung für alles was wir machen, was wir denken und was wir sein lassen. Wir sollten lernen uns mit dem was wir machen auseinandern zu setzen. In uns zu gehen und darüber nachzudenken, ob wir es verantworten können, ob wir es mit unserem Gewissen vereinbaren können. Statt Befehlen blindlinks zu folgen, sollten wir lernen, Befehle anzuweifeln. Uns nicht befehligen zu lassen, sondern nur das zu machen, was wir selbst verantworten können.

    Wir sollten auch daraus lernen keinen anderen Menschen zu befehligen. Keinem anderen Menschen unseren Willen aufzuzwängen. Jedem Menschen seine Meinung zu lassen. Menschen mit anderer Meinung nicht zu verurteilen.

    Doch was zeigt uns der Alltag? Da gibt es diverse Hollywood-Filme in denen das amerikanische Militär uns immer wieder das Gegenteil zeigt. Menschen die Befehle erteilen und kein "Nein" oder "Ja - aber ..."  von den Untergebenen akzeptieren. Mitdenkende Untergebene - Untergebene mit eigener Meinung - droht sogar eine Strafe, wenn sie den Befehl nicht ausführen.

    Selbst in Deutschland gibt es immer noch das Gesetz der Gehorsamsverweigerung. Wenn auch in abgeschwächter Form, aber es existiert noch.

    Auch in einer deutschen Krimiproduktion sah ich letztens, dass der Vorgesetzte der Kommissarin klar machte, dass sie verbeamtet sei und dass, wenn sie sich weigere, seinem Wunsch nachzukommen, er diesen befehlen würde.

    Bitte was? Wo leben wir? Befehle die zwangsweise, ohne darüber nachzudenken befolgt werden müssen? Ist das nicht ein Schritt zurück statt nach vorne?

    Warum um alles in der Welt, gibt es Menschen, die immer anderen Menschen ihren Willen aufzwingen wollen? Wieso lassen wir nur das für richtig erscheinen, was für uns selbst und persönlich das bessere ist? Wieso können wir Meinungen anderer so schwer akzeptieren? Wieso gibt es Menschen, die Macht oder Befehlgewalt über andere Menschen haben möchte?

    Die Linuxjünger predigen, wer Windows nutzt ist doof,
    die PostgreSQL-Jünger predigen, MySQL sei kein richtiges System,
    die Nichtraucher-Jünger prangern immer wieder die Raucher an,
    die Autofahrer-Jünger machen die öffentlichen Verkehrsmittel schlecht und sehen Menschen ohne Führerschein  als Menschen zweiter Klasse,
    die Fanatiker unter denen, die aus der Kirche ausgetretene bzw. nicht getauft sind, rümpfen die Nase über jeden, der auch nur ansatzweise etwas positives über die Kirche sagt bzw. sich zur Kirche bekennt
    und so weiter und so weiter ...

    Jede Gruppe findet Anhänger, die so fanatisch sind, dass sie die Objektivität verloren haben. Anhänger, die so fanatisch sind, dass ein Anhänger der Gegenseite für sie ein Feind ist, den es zu vernichten gilt. Anhänger, die das Thema als Religion betrachten. Interessant dabei ist, dass die Ablehnung der klassischen Religionen hierbei eine der größten Religionen ist.

    Es gibt nur wenige Freigeister, die dem Treiben zusehen, es beobachten und immer wieder versuchen, Augen zu öffnen.

    Die Angst der Menschen, aus dem Kollektiv ausgestossen zu werden, weil sie eine andere Meinung vertreten, ist so groß, dass sich die meisten Menschen einfach fügen.

    Wir sind Bork - wir werden Sie assimilieren.

    Das ist leider keine Fiktion, das ist pure Realität. Leider jedoch, haben wohl auch diesen Wink mit dem Zaunpfahl aus der Startrek-Serie bis jetzt nur die Freigeister verstanden.

    Daneben gibt es natürlich immer wieder Menschen, die andere Menschen beherrschen wollen, statt jedem Menschen sein eigenes Leben zu lassen.

    Viele dieser Verhaltensmuster sind Erziehung. Ich persönlich bezweifle jedoch, dass unsere Erziehung es schafft, diese Verhaltensmuster zu ändern, bevor die nächste Katastrophe ausbricht.

    Ist die nächste Katastrophe nicht schon längst ausgebrochen? Was ist wirklich los in Afghanistan? Werden nicht auch dort Menschen gefoltert? Und das nur, weil ein Befehlshaber es angeordnet hat ...

    Es war meine Geistesgenossin Gwenn Dana, die mir in einem Gedankenaustausch die Augen öffnete, warum wir nicht aus dem Holocaust lernen können.

    Gwenn Dana fand bei ihrer Recherche in historischen Schriften sogar schon den Versuch der Aufklärung im Thomas-Evangelium.

    In einer Theorie des indischen Denkers Maharishi Mahesh Yogi fand sie, dass er denkt, dass wenn nur ein Prozent der Bevölkerung die Einsicht erreicht hätte, würde das als kritische Masse reichen, ddas System zu kippen.

    Es war ebenfalls Gwenn Dana, die mir mit geschichtlichen Ereignissen zeigte, was passiert, wenn das System kippt. Da sie es in unserem Zwiegespräch so schön beschrieben hat, möchte ich es einfach nur zitieren:

    <Zitat>
    Wir sind inzwischen im Staat auch schon wieder sehr weit gediehen und erlassen Gesetze, bei denen man hinterher sagen kann: "Warum habt ihr das nicht verhindert? Habt ihr mit dem System sympathisiert?"

    In diese Falle des nicht etablieren Könnens eines Kollektivs sind sie auch alle getappt: Napoleon, Che Guevara, Stalin, die ganzen Rebellenführer, und letzten Endes waren die ersten, die erlegen sind, die Bischöfe, die dem römischen Staat den "Gegenpol" bieten wollten, aber im selben Zug ein weltliches Imperium genannt "Kirche" unter einem Papa aufgebaut haben, in dessen Hierarchiestrukturen man sich genauso verirren kann.
    <Zitatende>

    Der persönliche Gedankenaustausch mit Gwenn Dana startete übrigens, aufgrund einer Studie von ihr, in der Sie die These aufstellt, Religion sei ein Gefühl, die sie in einem Google-Plus-Artikel veröffentlicht hat.

  • Gesetzvorentwurfvorschlag zur Gleichstellung in der Regierung

    Statistisch gesehen gibt es in Deutschland etwa genau soviele Frauen wie Männer. Unsere Regierung bildet sich jedoch immer noch aus überwiegend Männern.

    Auf den ersten Blick scheint es, als würde unsere Regierung massiv auf ein ausgeglichen Ost-West-Verhältnis achten, aber nicht auf ein Mann-Frau-Verhältnis. Dabei wohnen im Osten der Republik nichtmal ein fünftel der Bevölkerung und dennoch ist sowohl unsere Kazlerin als auch der Präsident (also die zwei höchsten Ämter) mit Ostdeutschen besetzt. Eine Präsidentin gab es bis jetzt nicht.

    Eine ausgeglichenere Regierung wäre wünschenswert.

    Erreichen ließe es sich durch das Abwechseln der Geschlechter auf den jeweiligen Posten. Der Kanzlerin folgt ein Kanzler, dem Präsidenten eine Präsidentin, der Ministerin ein Minister und umgekehrt.

    Da immer und immer wieder überwiegend Männer politische Posten bekommen, ist es auf den ersten Blick für Frauen bzw. junge Mädchen derzeit nicht sehr aussichtsreich, eine Karriere in der Politik anzustreben. Da helfen auch Beispiele wie Frau Merkel, Frau Kraft oder Frau Künast derzeit nicht, denn diese haben hart mit dem Vorurteil "Quotenfrauen" zu kämpfen.

    Bei immer abwechselnden Geschlechtern, wären die Parteien angehalten, die Kandidaten entsprechend des Geschlechts auszuwählen. Auf diese Weise sähe die gesamte Politik für Frauen und vorallem junge Mädchen, erstrebenswerter aus.

    Mein Vorschlag wäre daher ein Gesetz, dass beschreibt, dass für die Besetzung der einzelnen Regierungsposten von der kommunalen Ebene bis hin zur Bundesebene nur Kandiaten zur Auswahl angenommen werden, dessen Geschlecht sich von dem des Vorgängers des jeweiligen Posten unterschiedet. Eine Ausnahme bilden Kandidaten, die sich der Wiederwahl, nach den gesetzlichen Bestimmungen der Wiederwahl, stellen.

    Dieses gilt auch und insbesonders für die Wahl des Bundespräsidenten.

    Findet sich in der gewählten Regierung keine Person mit passendem Geschlecht für den Posten, darf die Opposition den Posten mit einer Person des gewünschten Geschlechts besetzen.

    Es muss dabei ausgeschlossen werden, dass die Parteien sich damit herausreden können, dass es keine entsprechenden Kandidaten gäbe. Da wir derzeit überwiegend Männer in der Regierung haben, würde bei einem solchen Gesetz die nächste Regierung aus überwiegen Frauen bestehen und die danach wieder erheblich mehr Männern. Das ganze wird sich nach ein paar Legislaturperioden durch Rücktritte während einer Periode relativeren. Davon abgesehen, dass eine Regierung, die aus einem erheblichen Anteil von Frauen besteht nicht schlimmer ist und nicht mehr schaden anrichten wird, als die jetzige und die vielen vergangenen Männer-Regierungen.

  • Wie vertrauensvoll ist unsere Regierung?

    Wasser ist eines der kostbarsten Güter. Jeder Mensch braucht Wasser, Sauerstoff und Sonnenlicht zum überleben. Wasser ist so wichtig, dass in vielen Städten sogar öffentliche Trinkbrunnen stehen, an denen sich jeder bedienen darf. Trinkbrunnen, an denen sich vorallem im heissen Sommer mach Bürger gern erfrischt. Vorallem aber sichern diese Trinkbrunnen auch bei Bedarf die Wasserversorgung der Ärmsten der Armen.

    Wasser ist ein gemeinschaftlches Gut an dem sich niemand bereichern sollte. Wir zahlen ja auch eigentlich nicht für das Wasser selbst, sondern für die Wasserver- und entsorgung direkt in / aus unseren Wohnungen. Eigentlich kann uns niemand verbieten und niemand Gebühren dafür verlangen, wenn wir unser Wasser im Eimer vom öffentlichen oder eigenen Brunnen nach Hause tragen und auch die Entsorgung sollte erheblich günstiger bis kostenlos sein, wenn wir unser dreckiges Wasser direkt persönlich bei den Kläranlagen abliefern.

    Wir zahlen für den Erhalt der Rohrleitungen und für die Bequemlichkeit. Aber selbst dafür sollten die Städten und Gemeinden nur soviel verlangen, wie zur Unkostendeckung notwendig ist. Niemand sollte sich an der Ver- und Entsorgung von Wasser bereichern. Auch wenn Entsorgungsingenieure gerne ihre Tätigkeit damit umschreiben, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes aus Scheiße Geld machen. Die Gehälter in den Kläranlagen sind mit Sicherheit angemessen und eher zu niedrig als zu hoch.

    Pfiffige Firmen aus der Trinkwasserversorgungsbranche (z.B. Unternehmen, die u.a. Wasserhähne herstellen) haben die EU umgarnt und es mit geschickten Tricks geschafft, dass die EU die Trinkwasserversorgung privatisieren möchte. Wenn profitgierige Firmen den Zuschlag für die Wasserversorgung bekommen, liegt auf der Hand, dass die Wasserpreise steigen und die erschwingliche Wasserversorgung für alle Bürger - egal ob arm oder reich - gefährdet ist.

    Ich selbst habe zum ersten Mal vor ein paar Wochen davon im Fernsehen gehört:

    http://www.youtube.com/watch?v=Xq4ncp-iNNA

    Sehr schön beschrieben, haben es zum Beispiel auch der Deutschlandfunk, WDR, Stern und Zeit:
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1988616/
    http://www.wdr2.de/aktuell/wasserprivatisierung100.html
    http://www.stern.de/politik/ausland/keine-zwangsprivatisierung-der-wasserversorgung-1975043.html
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-02/wasser-stadtwerke-privatisierung-eu-kommission

    Ich bin davon überzeugt, dass noch viele andere Nachrichten-Einrichtungen darüber berichtet haben.

    Die Linke hat daraufhin einen Regierungsantrag, dass Wasser ein Menschenrecht ist.

    Sämtlichen Medienkanälen, meiner eigenen Vernunft sowie meinem eigenen Rechtsverständnis und allen Gesprächen mit den Menschen meines Umkreises zur Folge sollte die Regierung diesem Antrag selbstverständlich zustimmen.

    ABER - tatsächlich ging die Abstimmung negativ aus:

    http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/abstimmung/grafik/index.jsp?id=213

    Sehr schön hat der Spiegel gestern darüber berichtet:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/warum-es-der-wasserbranche-an-transparenz-mangelt-a-886229.html

    Da muss ich mich doch fragen - wie kleingeistig sind die Vertreter unserer Bundesregierung? FDP und CDU sind die Parteien bzw. Vertreter, die die meisten Volkesstimmen bei der letzten Wahl bekamen - ABER - vertreten sie wirklich die Meinung des Volkes? Sind sie würdige Vertreter ihrer Wähler?

    Wie kann es bitte sein, dass ein Antrag gegen jegwedige Vernunf - nur weil er von einer nicht so beliebten Partei kam - abgelehnt wird? Wieso agieren unsere Volksvertreter eher mit egoistischen Machtzielen statt mit Verstand und Vernunft?

    Und wieso haben die Vertreter der SPD gar keine Meinung zu dem Thema? Was bitte fürchten sie?

    Haben wir wirklich nur Weicheier und Nachplapperer gewählt - wurden wir wirklich so stark von den Kandidaten geblendet? Oder gibt es in der CDU, FDP, SPD doch noch irgendwo Menschen, die sich wirklich für die Bedürftnisse ihrer Wähler einsetzen?
    Wir reden hier über keine Lapalie - hier geht es am Ende um Menschleben. Menschen, die sich die Wasserversorgung zukünftig nicht mehr leisten können, müssen sterben - elendig verdursten. In meinen Augen wäre es sogar ein Fall für einen Misstrauensantrag. Aber vielleicht bin ich ja zu streng.

    Wieso überhaupt stimmen bei einer namentlichen Abstimmung fast alle Mitglieder einer Partei gleich ab? Darf ein Parteimitglied nicht seine eigene Meinung vertreten? Sind wir schon wieder soweit, dass sich jemand, aus Angst vor den Folgen, nicht traut, seine eigene Meinung zu vertreten? Dass alle einem Leithammel hinterherlaufen? Hat uns der zweite Weltkrieg nicht gelehrt, dass wir über unser Denken und Handeln nachdenken und mit besten Wissen und vorallem Gewissen handeln sollen? Dass wir uns im Ernstfall sogar gegen eine Gruppenmeinung stellen sollten? Schau ich mir die Ergebnisse der Parteien an, sieht es so aus, als hätten wir nicht aus dem zweiten Weltkrieg gelernt. Als stünde da einer im Hintergrund der allen anderen vorschreibt, wie sie abzustimmen haben. Ehre gebührt Dr. Peter Gauweiler, der sich als einziger getraut hat, gegen die Meinung seiner Partei zu stimmen und einfach Vernunft hat walten lassen.

    Mich stimmt das Verhalten der Regierung massiv traurig. Wen bitte soll ich denn jetzt bei der nächsten Wahl wählen? Wem kann ich als Bürger noch vertrauen?

  • Schall und Rauch der Uhrzeiten

    Gestern erfuhr ich durch die stille Post, dass die FDP ihrem Koallitionspartner den Vorschlag unterbreitet hat, die Zeitumstellung abzuschaffen und stattdessen einfach ganzjährig die Sommerzeit zu fahren. Die CDU hat diesen Vorschlag abgelehnt. Als ich nach der Begründung fragte, bekam ich zur Antwort, dass die Begründung gewesen sei, dass dann ja die Sonne zu spät aufginge. Mit einer Physikerin an der Spitze ist so eine Begründung einfach nur peinlich. Aber das ist ein anderes Thema.

    Das mit dem Sonnenaufgang ist halt das große Problem zwischen West und Ost - zwischen Görlitz und Aachen ist. Die Sonne geht bekanntlich im Osten auf und im Westen unter. Einfach ausgedrückt, braucht die Sonne nun einmal fast eine Stunde um von Görlitz nach Aachen zu wandern. Das ist eine Tatsache an der wir nichts ändern können. Schuld ist die Geschwindigkeit mit der sich die Erde dreht.

    Das ganze Jahr Winterzeit wäre für NRW ggf. besser als das ganze Jahr Sommerzeit.

    Sind aber Uhrzeiten nicht eh nur Schall und Rauch?

    Warum haben wir eigentlich einheitliche Uhrzeiten, wenn das Leben doch nicht zeitgleich stattfindet? Beispielsweise fängt eine Angestellter in Berlin um 8 Uhr morgens an, in Aachen um 9 Uhr und in Paris erst um 10 Uhr. Das liegt nicht daran, dass die Aachener oder Pariser fauler sind oder gerne länger schlafen als die Berliner, dass liegt einfach daran, dass der Mensch von der Sonne abhängig ist, und es in Paris erst um 10 Uhr genauso hell draußen ist, wie in Berlin schon um 8.

    Die Zeitumstellung zweimal im Jahr nervt nicht nur mich, sondern auch viele andere Menschen; genau genommen nervt es alle Menschen, mit denen ich bislang darüber gesprochen habe. Nicht einer war dabei, der für die Zeitumstellung war. Die Zeitumstellung nervt so massiv, dass es den meisten mitlerweile völlig Wumpe ist, ob ganzjährig Sommerzeit oder Winterzeit - hauptsache dieses alberne und völlig sinnlose Uhrumstellen zweimal im Jahr hört endlich auf.

    Uhrzeit ist eh relativ. 1893 wurde unsere jetztige Winterzeit UTC+1 als einheitliche Zeit für das deutsche Reich festgelegt. Davor nutzten die Gegenden teilweise unterschiedliche Zeiten.

    Die ursprüngliche Definition ist, dass wenn die Sonne ihren Tageshöchststand erreicht, es die mitte des Tages (Mittag) ist. Ein Tag beginnt 12 Stunden vor Mittag und endet 12 Stunden nach Mittag.

    Wer aber sagt, dass es am Mittag 12 Uhr ist? Das ist es schon seit spätestens 1893 nicht mehr.

    Im Winter in Greenwich ist es mittags 12 Uhr.

    Da auch Greenwich mitlerweile Sommer- und Winterzeit hat und die britische Uhrzeit immer wieder im Sommer versehentlich mit GMT statt BST bezeichnet wird, wird heutzutage als Referenz nicht mehr GMT sondern UTC genommen. UTC ist noch etwas genauer als GMT, aber das ist hier erstmal egal. Einfach ausgedrückt ist UTC nichts anderes als GMT (Greenwich im Winter).

    Auch wenn ich hier davon spreche, dass die Sonne wandert, weiss ich, dass sich eigentlich die Erde dreht.

    Deutschland ist östlich von Greenwich und daher erreicht uns die Sonne vor England.

    Deutschlands westlichste Zipfel liegen bei 5,5 Grad östliche Länge. Das heisst, hier ist Mittag gegen 11:38 UTC. Die östlichsten Zipfel liegen bei 15 Grad östlicher Länge. Das heisst, hier ist Mittag bereits um 11:00 UTC. Da wir unsere Uhren ja nicht nach UTC (außer die Computeruhren) stellen, sondern im Winter eine Stunde versetzt (UTC+1) nach CET (Central European Time) bzw. MEZ (Mitteleuropäische Zeit) ist es zu unserer Zeit im Winter mittag zwischen 12 (im Osten) und 12:38 (im Westen).

    Im Sommer versetzen wir den Zeiger nochmals um eine Stunde nach vorne (UTC+2). Das wird CEST (Central European Summer Time) bzw. MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) genannt. Dadurch ist Mittag im Sommer zwischen 13 (im Osten) und 13:38 (im Westen).

    Auch Mitternacht verschiebt sich dadurch. Im Westen ist die Mitte der Nacht im Sommer erst gegen halb drei. Kein Wunder, dass die Rheinländer daher etwas später aufstehen, als die Berliner.

    Wenn wir unser Leben aber eh nach der Sonne gestalten, egal was auf der Uhr steht - ist die Uhrzeit doch eigentlch nur Schall und Rauch. Sie führt lediglich zu falschen Vorurteilen. Nein - die Franzosen fangen nicht später an zu arbeiten als wir - wenn sie um 10 Uhr morgens im Büro sind, ist es vom Sonnenstand genauso wie um 8 Uhr in Berlin.

    Meine Erfahrung von Berlin ist, dass es Abendessen zwischen 18 und 20 Uhr gibt. Im Rheinland eher zwischen 19 und 21 Uhr. Das Leben passt sich eindeutig der Sonne an - egal welche Zahlen auf der Uhr stehen.

    Warum stellen wir dann überhaupt die Uhren um? Warum haben wir dann überhaupt eine einheitliche Zeit?
    Wenn wir die Dingen nicht in ganz Deutschland zeitgleich machen, sondern eh zeitversetzt, ist das mit der Uhrzeit doch völlig Wumpe.

    Im Endeffekt sind Uhrzeit doch nur definierte Zahlen. Mittag um 13:38 - das ist doch eh schon wirr.

    Wofür ist eine einheitliche Uhrzeit wichtig? Mir fallen da genau zwei Situationen ein, die wir zeitgleich im ganzen Land machen - ersten, das Tagesdatum ändern (um 12 Uhr nachts) und zweitens Silvester / Neujahr.

    Welche Zahlen wo auf der Uhr stehen ist doch auch egal - es könnten sogar Buchstaben statt Zahlen sein. Das regionale Leben richtet sich nach wie vor nach der Sonne. Arbeitgeber, die möchten, dass ihre Mitarbeiter im Sommer eine Stunde früher anfangen, können das auch unabhängig von der Uhrzeit mit den Mitarbeitern vereinbaren. Dafür muss doch nicht zweimal im Jahr die Uhr umgestellt werden. Wenn ein Geschäft im Sommer früher öffnen möchte als im Winter, so kann es das doch auch ohne Zeitumstellung.

    Wir sind doch ein recht gebildetes Volk. Warum nehme wir, wenn wir eine Uhrzeit brauchen (z.B. für Terminabsprachen) nicht einfach UTC. Meinetwegen auch UTC+1 oder UTC+2. Es ist doch völlig egal, was auf der Uhr steht. Der Berliner wird vom Kölner keinen ganz frühen Termin bekommen, weil der Kölner vorher einfach seinen Kaffee noch nicht auf hat bzw. die Sonne einfach noch nicht so hoch am Himmel steht, dass der Kölner schon wach ist.

    Wenn unsere Politiker das nicht raffen und nichts an dem Uhrzeitmodell ändern wollen, dann lass doch die Politiker in ihrer Winter- / Sommerzeit glücklich werden. Wer keine Lust auf Zeitumstellung hat, macht es, wie es im weltweiten Business zum Beispiel in der IT und im Flugverkehr schon lange üblich, lebt nach der Sonne und rechnet Uhrzeiten in UTC.

    Wer heute noch nicht von UTC in sein lokale Zeit umrechnen kann, wird es lernen. So schwer ist der Umgang mit UTC nicht. Das ist ein Thema für die Grundschule.

    Meine Freundin in Luxemburg sprach letzten Sommer übrigens immer von altfranzösischer Zeit - was nichts anderes war, als unsere Winterzeit. In Luxemburg stellt wohl längst nicht jeder Bürger auf Sommer zeit um, sondern sie bleiben ganzjährig auf Winterzeit.

    Ich werden dieses Jahr auf jeden Fall die Zeitumstellung nicht mitmachen und meine Uhrzeiten in UTC angeben.

E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.